Minikreuzfahrt nach Irland: Sehenswürdigkeiten & Tipps

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Minikreuzfahrt nach Irland: Sehenswürdigkeiten & Tipps

Die grüne Insel Irland im Nordatlantik ist schon lange ein Sehnsuchtsziel der Kontinentaleuropäer. Idyllische grüne Wiesen, lebendige Metropolen, alte Kulturen, die Herzlichkeit der Iren und rauschende Küsten locken die Besucher ins Land. Bei einer Minikreuzfahrt nach Irland erwarten dich Sinneserlebnisse vom kühlen Guinness bis zum Geruch der salzigen Meeresluft. Das Klima zwischen den Winden des Ozeans und dem warmen Golfstrom ist eher mild. Viel Sonne gibt es schon im Mai und Juni, Juli und August sind Hochsaison. Achte auf sich eventuell nach dem Brexit ändernde Zollregeln.

Aufbruch zu neuen Ufern in Belfast

Seit infolge des Karfreitagsabkommens von 1998 Frieden in Irland herrscht, entwickelt sich Belfast dynamisch. Die Universitätsstadt breitet sich entlang der Küsten einer großen Bucht und einer Flussmündung mit einem Seehafen aus – Wasser spielt also eine tragende Rolle.

Gleich im Hafen steht das 2011 eröffnete gigantische Titanic Museum, das an die vor Neufundland gesunkene Titanic, hier in einer Werft gebaut, erinnert. Das wie ein Erlebnispark gestaltete Museum ist mit seiner Architektur dem hoch aufragenden Rumpf des Riesenschiffes und dem verhängnisvollen Eisberg nachempfunden.

In der Innenstadt erinnern die Prachtbauten aus der Gründerzeit daran, dass die Stadt zu den größten Industriemetropolen des britischen Weltreiches zählte. Von der Kuppel des Einkaufszentrums am Victoria Square wird ein fantastischer Blick über die Stadt geboten.

Etwa fünf Minuten westlich davon triffst du auf die Belfast City Hall, die in Führungen bestaunt wird.

Berühmt ist die Gastro-Szene der Stadt. In modernen Restaurants, Markthallen, auf dem St. George’s Market und in Delikatessenläden werden die Gourmetgenüsse verkauft. Schon das Frühstück in Irland ist ein Ereignis. Das Restaurant Rayanne House serviert ein Gourmet-Dinner nach der Speisekarte der Titanic. Im Titanic Museum kannst du neben dem Nachbau der großen Treppe des Schiffes einen britischen Afternoon-Tea erleben. Rund um das prächtige Grand Opera House hat sich mit dem Linen Quarter ein lebendiges Kneipenviertel entwickelt.

Irische Geschichte in Londonderry

Im Norden der Insel liegt Londonderry am River Foyle, der in einer großen Bucht mündet. Schon die Stadtmauern zeigen, dass hier überall Zeugen der Geschichte auf dich warten.

Am Hafen steht das prächtige rote Rathaus Guidhall, in dem eine Ausstellung zur Stadtgeschichte zu besichtigen ist. Daneben führt die schöne neue Peace Bridge über den Fluss.

Etwas östlich des Hafens wird die Geschichte Belfasts im Tower Museum auch interaktiv erlebbar. Künstler haben in der Stadt viele Wandmalereien gefertigt, für die es bei Derry Tourismus eine spezielle Führung gibt.

Nachdem die Sonne versunken ist, beginnt das ausgiebige Nachtleben Derrys in den Pubs und Nachtclubs. Oft wird zu traditioneller irischer Musik getanzt.

Mit dem Zug bist du in einer Stunde im südlich von Derry gelegenen Ulster American Folk Park, der das Leben der ersten irischen Auswanderer in Amerika in einem großen Freiluftmuseum mit Transportschiffen, Blockhütten und altes irisches Handwerk zeigt.

Mit Game of Thrones Tours kannst du ab Derry einen ganztätigen Ausflug zu Drehorten der Serie an der Nordküste unternehmen.

Irische Lebensfreude an der Westküste in Galway

In der Mitte der wilden westlichen Atlantikküste Irlands liegt die mittelalterlich geprägt Hafenstadt Galway. Viele Kanäle bringen das Wasser in die Stadt. Die Stadt ist bekannt für ihre lebenslustige, künstlerisch geprägte Atmosphäre voller Musik und Party.

Am Abend wird in den Pubs und Theatern rund um die Mary Street gefeiert. Legendär ist das Pub Róisín Dubh in der Dominick Street Upper 9 im Westen des Hafens. Hier gibt es häufig Livekonzerte mit irischem Rock-’n‘-Roll.

Von der Terrasse des Galway City Museums wird dir ein prächtiger Blick über Hafen und Stadt dargeboten. Hier kannst du einen Rundgang durch die Stadt starten. Die schönste aller Gassen ist die prächtig restaurierte Kirwan’s Lane östlich des Hafens mit Geschäften und Restaurants. Bei Kirwan’s wird eine neue, kreativ modernisierte irische Küche serviert.

Irisches Kunsthandwerk aller Art bekommst du bei Design Concourse Ireland.

Weitere Restaurants gibt es in der benachbarten Quay Street, etwa das McDonagh’s Seafood House. Gourmets werden mit frischen Austern verwöhnt.

Richtung Nordosten gelangst du über die High Street in das entzückende Bohemien-Viertel Latin Quarter mit Geschäften, Pubs und viel Musik.

Etwas weiter nördlich residiert die St. Nicholas Collegiate Church. Schon von Weitem ist die riesige Stiftskirche, die größte aus dem Mittelalter stammende Kirche Irlands, in der Market Street sichtbar.

Cobh und Cork im Süden von Irland

Die Hafenstadt Cobh in einer Bucht an der Südküste Irlands war der letzte Hafen, den die Titanic vor ihrem Untergang anlief. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts war die Stadt Ausgangspunkt für die Millionen Iren, die in die USA auswanderten.

Das Cobh Heritage Centre Museum zeigt das Leben der Iren in den USA und ihren Einfluss auf das moderne Irland. Der Titanic Trail führt zu historischen Stationen der Auswanderer vor ihrer Einschiffung.

Die malerische Kleinstadt hat sich ihren ursprünglichen irische Charakter erhalten. Schon vom Hafen aus siehst du die mächtige Kathedrale.

In 25 Minuten bringt dich die Bahn in die nahe Provinzhauptstadt Cork. Dort wird dir im Cork City Gaol, einem ehemaligen Gefängnis, im Museum die dramatische Geschichte Irlands und die Tragödie der Kämpfe mit den Briten anschaulich gemacht.

Irische Kunst aus vielen Jahrhunderten zeigt die Crawfort Art Gallery am Emmet Place.

Der Reichtum, den du in den breiten Promenaden und schönen Patrizierhäusern in der Stadt begegnet, fußt auf der im 19. Jahrhundert aufgekommenen Milchwirtschaft. Das Cork Butter Museum im Butter Markt beim O’Connell Square zeigt die Geschichte von Milchwirtschaft, Butterproduktion und -handel.

Irlands Seele in der Hauptstadt Dublin

Dort, wo der Fluss Liffey in die Bucht mündet, residiert die irische Hauptstadt Dublin an der irischen Ostküste. Der Hafen liegt direkt in der Flussmündung. In der einzigartigen Atmosphäre dieser Stadt, bestehend aus Parks, Pubs, dramatischer Geschichte und eigenwilligen Bewohnern, ist große Weltliteratur wie von Oscar Wilde und James Joyce entstanden, wovon das James-Joyce-Kulturzentrum in der North Great George’s Street und das Dublin Writers‘ Museum am Parnell Square North erzählen.

Die Hauptachse der irischen Hauptstadt zieht sich von der Harcourt Street im Süden über die Flussbrücke zur O’Connell Street im Norden mit Kaufhäusern, zahllosen Restaurants und Geschäften sowie dem berühmten Trinity College im benachbarten College Park. Schau dir dort die Old Library mit dem 1300 Jahre alten Evangeliar Book of Kells an und die Augen werden dir übergehen.

Rund um den benachbarten Stadtpark Merion Square kannst du die für Dublin so typischen Stadthäuser aus der gregorianischen Zeit bewundern. Gleich am Park liegen Nationalgalerie mit Schätzen der europäischen Malerei und das Nationale Geschichtsmuseum.

In der Peripherie, wie im Arbeiterviertel Cabra, dominieren kleine Reihenhäuser. Etwas westlich der Hauptachse ragt südlich des Flusses das mächtige Dublin Castle in die Höhe.

Nördlich davon findest du das Rathaus und das In-Viertel Temple Bar mit seinen Pubs und viel irischer Livemusik.

Mit einem Mietwagen kommst du in einer Stunde nach Monasterboice, einem im 5. Jahrhundert gegründeten Kloster und zwei Kirchen aus dem 13. Jahrhundert. Wenige Kilometer entfernt bewunderst du eine 5000 Jahre alte Grabkammer, die in die Ursprungsgeschichte Irlands mit ihren Druiden und Mythen zurückführt. Zur Grabkammer verkehrt ab der Dubliner Tourist Information in der Suffolk Street täglich ein Shuttle-Bus. Bei der Tourist-Info gibt es eine Broschüre zum Dublin Tourist Trail, die dich mit Karte zu den Sehenswürdigkeiten führt.