Minikreuzfahrt nach Schottland: Sehenswürdigkeiten & Tipps

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Minikreuzfahrt nach Schottland: Sehenswürdigkeiten & Tipps

Schottland – ein Land voll legendärer Helden, mystischer Geschichten, grandioser Landschaften und uralten Wäldern, die sich bis zum Meer mit seiner zerklüfteten Küste erstrecken. Es ist ein Ort zum Träumen, ein Sehnsuchtsziel für alle, die ein Stück romantische Wildnis suchen. Möglichst viele Eindrücke aus diesem zauberhaften Land kannst du bei einer Minikreuzfahrt nach Schottland mitnehmen. Hier findest du einige nützliche Tipps für verschiedene Routen und Reiseziele für deine Schiffsreise nach Schottland.

Aufregende Städtereise nach Edinburgh

Am milchig-tiefblauem Meeresarm Firth of Forth liegt die Metropole Edinburgh. Schon von der Reling aus gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten der schottischen Hauptstadt zu entdecken. Ziel der Fahrt ist der Hafen von Leith, wo das Kreuzfahrtschiff vor Anker geht. Hier sticht dem Besucher direkt die rote Eisenbahnbrücke Forth Bridge ins Auge. Endlich an Land erreichst du den Stadtkern von Edinburgh nach etwa vier Kilometern. Das Zentrum überrascht seine Besucher aus einem bunten Mix mittelalterlicher Gebäude, grünen Hügeln und Stadtarchitektur aus dem 18. Jahrhundert. Ein Bummel durch die malerische Altstadt „Old Town“ mit ihrem kopfsteingepflasterten Gassenlabyrinth lässt dich eintauchen in bewegende Geschichten. Imposant thront das Edinburgh Castle hoch über den Dächern der Stadt. Das Wahrzeichen steht auf dem Castle Rock, einem von insgesamt sieben Hügeln, die die Metropole umgeben. Für Kulturfreunde ist ein Besuch im Gebäude der Kunstgalerie Dean Gallery zu empfehlen. Es zeigt eine breitgefächerte Auswahl aus surrealistischen und dadaistischen Kunstwerken sowie vielfältigen Wechselausstellungen.

Glasgow – die sympathischste Großstadt der Welt

Schön, stolz und mutig zeigt sich auch die trendige Kulturmetropole Glasgow. Schottlands größte Stadt präsentiert sich mit atemberaubender Architektur und beeindruckenden Sehenswürdigkeiten. Hinzu kommen ein pulsierendes Nachtleben und zahlreiche Museen. Das Kreuzfahrtschiff dockt im Allgemeinen im Containerhafen von Greenrock an. Nach einer Flussfahrt über den Clyde ist nach knapp 40 Kilometern Glasgow erreicht. Alternativ kannst du mit der Bahn fahren. Im Herzen der Stadt angekommen, ist der beste Startpunkt für eine Stadtbesichtigung der George Square. Hier sticht das imposante Rathausgebäude City Chambers hervor. Es zählt zu den schönsten Bauwerken des Vereinigten Königreichs und gilt als Symbol für historischen Reichtum. Liebhaber von Kunst und Kultur zieht es in das Kelvingrove Art Gallery and Museum. Es gehört zu den meist besuchten Museen Großbritanniens und beherbergt unschätzbare Kunstsammlungen europäischer Werke sowie eine enorme naturhistorische Kollektion. Der Eintritt in allen städtischen Museen ist übrigens frei.

Schottische Geschichte am Tor der Highlands

Mit dem Zug kannst du auch innerhalb von 30 Minuten ab Glasgow nach Stirling reisen. Die einstige Hauptstadt des Königreiches Schottlands strotzt nur so vor schottischer Geschichte. Die Stadt ist ein absolutes Muss für jeden Braveheart-Fan und schottischen Patrioten. Das Stadtbild wird von der mächtigen Festung Stirling Castle beherrscht, das auf einem Vulkankegel thront und als eine der bekanntesten Burgen Schottlands gilt. Der angrenzende typisch alte schottische Friedhof sowie die Kirche Holy Rude solltest du dir schon aufgrund des Flairs nicht entgehen lassen. Und natürlich: das Wallace Monument, welches in Gedenken an den Freiheitskämpfer William Wallace auf dem Berg Abbey Craig erbaut wurde. In dem 67 Meter hohen vierstöckigen Turm befindet sich ein Museum über den Nationalhelden und jede Menge Informationsmaterial zur Schlacht von Stirling Bridge. Eines der Ausstellungsstücke ist das legendäre Schwert, das William Wallace gehört haben soll.

Durch das Herz der sagenumwobenen schottischen Highlands

Hast du die Chance eine Minikreuzfahrt durch den Kaledonischen Kanal zu machen – nutze sie! Die Verbindung zwischen der Nordsee und der Atlantik-Küste Schottlands schlängelt sich auf etwa 100 Kilometern durch 29 Schleusen sowie künstliche und natürliche Wasserwege. Ein tolles Erlebnis sind dabei die Fahrten durch die verschiedenen Seen wie beispielsweise Loch Lochy, Loch Ness und Loch Oich. Während dieser Reise kannst du fantastische Burgen bestaunen, die sich zahlreich in die Landschaft schmiegen. Eine von ihnen ist die anmutige Burgruine Urquhart Castle am Süßwassersee Loch Ness, der nicht nur eine legendäre Geschichte um das Seeungeheuer Nessie zu bieten hat. Am Ufer des Loch Oich im schottischen Hochland erwartet dich das makabre Monument der brutalen Episode der schottischen Clan-Geschichte: das Well of the Seven Heads, ein Denkmal für insgesamt sieben hingerichtete Clan Mitglieder.

Minikreuzfahrt zu Kultstätten auf den Äußeren Hebriden

Möchtest du eine Minikreuzfahrt zu antiken Stätten und einer einzigartigen Landschaft abseits vom Trubel der Schottland-Fans erleben, solltest du unbedingt zu den Hebriden reisen. Bester Startpunkt hierfür ist der Hafen von Stornoway auf der Isle of Lewis im Norden der 208 Kilometer langen Inselkette im Atlantischen Ozean. In den Sommermonaten locken hier vor allem karibische Sandstrände, an denen das kristallklare Meer in sanften Wellen ans Ufer schwappt. In den kühleren Monaten lohnen sich lange Spaziergänge durch die Moor- und Torflandschaften, wobei die beste Reisezeit von Mai bis September ist. Auf der größten Insel der Äußeren Hebriden triffst du zudem auf prähistorische Reste und megalithische Kultstätten wie den Steinkreis von Callanish. Zweifelsfrei zählt dieser zu den eindrucksvollsten und geheimnisvollsten Steinmonumenten des Archipels. Seine Entstehung soll etwa im Jahre 3.000 v.Chr. begonnen haben.

Inselhüpfen am Rand Europas

Ein weiterer perfekter Ausgangspunkt für eine Minikreuzfahrt zu den Hebriden ist die Hafenstadt Oban, die als das Tor zum Archipel gilt. Die Schiffe starten sowohl zu den Inneren Hebriden als auch zur Inselgruppe der Äußeren Hebriden. Letztere bieten lohnenswerte Ausflüge in Richtung Süden, unter anderem nach Mingulay an. Das Eiland ist ein beliebtes Ziel um tausende Seevögel zu beobachten. Weiter geht es zur Insel Vatersay, wo auf den schmalen Dünenstreifen ein tierisches Vergnügen garantiert ist, denn die Strände sind ein bevorzugter Treffpunkt für Kegelrobben.

Wilde Kulissen im Westen Schottlands

Während einer Reise auf die Inneren Hebriden stehen Ausflugsziele wie die Isle of Mull, die Insel Iona und selbstverständlich die Isle of Skye im Vordergrund. Letztere besticht insbesondere durch den von Klippen gesäumten Hafen, der einen malerischen Anblick bietet. Oft tummeln sich hier Delfine und Wale vor der Küste. Zudem ist die Isle of Skye bekannt durch seine von Steinformationen geprägten Landschaften und Relikten aus Zeiten der Kelten und Wikinger. Ein absolutes Highlight ist eine Wanderung oder eine Rundfahrt zur bizarren Felsnadel Old Man of Storr im Norden der Insel. Der gigantische Berg thront auf 48 Metern Höhe an einer Abbruchkante. Wenn du sportlich bist, solltest du dir einen Aufstieg nicht vorenthalten. Als Belohnung lockt eine atemberaubende Aussicht. Sehenswert ist auch die Stadt Portree. Am Hafen lohnt sich die Einkehr in einen der zahlreichen Pubs, bei denen Fish & Chips auf der Speisekarte stehen.