Minikreuzfahrt nach Norwegen: Sehenswürdigkeiten & Tipps

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Minikreuzfahrt nach Norwegen: Sehenswürdigkeiten & Tipps

Eine Kreuzfahrt nach Norwegen zählt zu den schönsten Träumen vieler Menschen. Das Land ist für seine prächtigen Landschaften, den Zauber des Polarmeeres im Norden und uralte Städte beliebt. Minikreuzfahrten besuchen die schillernde Hauptstadt Oslo und alte Städte, die Fjorde der Westküste zwischen Bergen und Trondheim, die Küste weiter im Norden mit Fjorden und Gletschern, die Lofoteninseln oder das Polarmeer.

Oslo und der Süden bis Stavanger

An der Südküste liegt die moderne Hauptstadt Oslo am größten Fjord des Landes, dem Oslofjord. Die Universitätsstadt Oslo verbindet eine jugendliche Kultur mit historischen Gebäuden, alten Traditionen und so mancher in Museen anschaulich erzählten Geschichte. Imposant symbolisiert die neue Oper am Hafen, die manchen Besucher an einen schwimmenden Eisberg erinnert, den erfolgreichen Aufbruch des wohlhabenden Landes in das 21. Jahrhundert. Parlament, Königsschloss im Schlosspark und Festung Akershus stehen für die jahrhundertealte Tradition des Königreiches. Das Ibsen-Haus erinnert an die großen kulturellen Schätze des Landes in der Literatur. Museen auf der Museumsinsel Bygdøy lassen den Besucher das Leben von der Steinzeit über die Wikingerreiche bis zu den Entdeckungen der großen Polarforscher nachvollziehen. Schiffe aus Grabhügeln der Wikinger und Forschungsschiffe üben eine Faszination aus. Im Einkaufsviertel wird norwegische Mode erstanden, Clubs wie die Villa bieten aufregendes Nachtleben.

Am Südende des Oslofjordes zeigt der herrliche Dom bunte Glasmalereien. Die gut erhaltene, von Toren und Wällen umgebene Altstadt ist ein Paradies für Liebhaber des Kunsthandwerks. Etwa in der Mitte der Südküste empfängt mit Kristiansand die Hauptstadt des norwegischen Südlandes den Besucher direkt am Wasser. Im Sommer locken hier Sonne und Strand, bei Kälte werden die Freizeitparks der Stadt wie Odderøya Live, Palmesus, das Vest Agder Freilichtmuseum und der Kristiansand Dyrepark besucht.

Vor Stavanger wird der Reichtum des Landes, das Nordseeöl, gesammelt. Das Erdölmuseum präsentiert die abenteuerlichen und modernen Methoden des Ölabenteuers in der Nordsee.

In der Zauberwelt der Fjorde von Bergen bis Trondheim

Die Welt der Fjorde an der Westküste und der wenigen großen Städte dort ist einzigartig. Hochebenen, schroff abfallende Felswände, in die Tiefe donnernde Wasserfälle, spannende Metropolen und idyllische kleine Orte rahmen die Wasser ein. An den Fjorden der Westküste hausen wunderschöne Elfen und freche Trolle.

Die alte Handelsstadt Bergen glänzt mit dem Hanseviertel Bryggen, das sich prächtig zum Einkaufen eignet, sowie mit dem Fischmarkt und einer weithin sichtbaren Festungsanlage. Vom mit einer Seilbahn erschlossenen Hausberg Floyen genießt der Besucher einen prächtigen Blick über Stadt und Fjord. Bei der Seilbahn können in der Lille Øvregate Kunsthandwerk und kleine Designgeschäfte aufgesucht werden. Die pittoreske Mariakirche aus dem 12. Jahrhundert war lange Zeit die wichtigste Kirche der Hansekaufleute. Das größte Aquarium der Westküste zeigt heimisches und exotisches Meeresgetier. Begeisternde Kunst von Munch, Miró, Picasso und anderen zeigen die Kunstmuseen in der Rasmus Meyers Allé.

Das Zentrum der Stadt Alesund mit ihrer einzigartigen Insellage am Beginn eines Fjords erstrahlt, kaum erwartet, in schmuckem Jugendstil. Dieses städtische Gewand entstand beim Wiederaufbau nach einem verheerenden Stadtbrand. Der Atlantikpark birgt die Welt der Tiere im Meer. Sagen und Geschichten durchziehen die Gassen, vor dem Rathaus steht eine Skulptur des Elfenkönigs Oberon. Der Stadtberg Aksla beschenkt mit einem märchenhaften Blick über die Inselwelt bis hin zu den schneebedeckten Gipfeln der Sunnmmorsalpen. Im Freilichtmuseum Sunnmøre Museum sind Wikingerschiffe und alte Häuser zu sehen.

Am Nordufer des Moldefjords begrüßt in erstaunlich milden Klima am Golfstrom die Rosenstadt Molde inmitten idyllischer Schäreninseln. Im Freilichtmuseum oberhalb der Stadtmitte sind typische Häuser aus der Vergangenheit zu sehen, denn Molde wurde im Krieg stark zerstört. Herrliche Blicke über Stadt und Berge bietet der kleine Gipfel Varden. In Molde können traditionelle Lebensmittel erworben werden.

Das alte Trondheim an der Mündung eines Flusses in das Nordmeer bildet mit seiner Universität eine quirlige Großstadtszene. Mit eigenem Flugplatz ist Trondheim an den europäischen Flugverkehr angebunden und bietet in seiner Innenstadt schöne Einkaufszonen. Theater, Konzerthäuser und eine lokale Jazzszene liefern Unterhaltung für jeden Geschmack. In der Stadtmitte überwältigt die prächtige Fassade des Nidarosdoms, der norwegischen Krönungskirche. Läden preisen klassisches Kunsthandwerk an. Südlich des Kanalhafens liegen sehr alte Viertel mit gemütlichen Gassen, die die Stadtbrände überstanden haben. Der Stiftsgarden aus dem 18. Jahrhundert zählt zu den größten Holzbauten Skandinaviens. Von der Festung Kristianste ist ein traumhafter Blick über Stadt und Meer zu erhaschen. Im Vitenskapsmuseum lässt sich die Tour auf den Spuren der Wikinger fortsetzen.

Nördliche Westküste und Lofoten

Beim idyllischen Kleinstädtchen Brønnøysund wird der Polarkreis überschritten. Bei Ornes kann der zweitgrößte Gletscher Norwegens aus der Ferne bewundert werden. Weiter geht die Fahrt nach Norden, mit etwas Glück können die ersten Polarlichter gesichtet werden.

Die Provinzhauptstadt Bodø liegt am Ende einer Halbinsel im Vestfjord und wurde von der norwegischen Regierung als attraktivste Stadt Norwegens ausgezeichnet. Anfang Juli ist hier die Mitternachtssonne sichtbar, die zweite Dezemberhälfte taucht die Stadt in die Finsternis ohne Sonne. Im Juli wird es hier kaum wärmer als 15 Grad. Am Fjord kann außerhalb des Stadtzentrums eine Steinkirche aus dem 13. Jahrhundert bewundert werden. Das Luftfahrtmuseum mit Simulatoren ist ein spannendes Abenteuer für die ganze Familie. Auf dem Aussichtsberg Rønvikfjellet fliegen Seeadler, das Salten Museum zeigt die Lebensweise der Fischer und der Samen. Im Zentrum gibt es gläsern überdachte Einkaufszonen.

Im Nordmeer vor Bodø erstrecken sich die nordischen Lofoteninseln. In Reine informiert ein bewohntes Museumsdorf, das vor allem von der Trockenfischwirtschaft berichtet. Das malerische Fischerdorf Nusfjord im Vestfjord gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Weiter nördlich, bei Leknes, ist in Borg das Lofotenmuseum zu sehen, das im rekonstruierten, größten jemals gefundenen Wikingerhaus untergebracht ist.

Die Hafenstadt Narvik am Ofotfjord wird für die Verschiffung von Eisenerz aus Schweden genutzt. Der Hafen liegt am Golfstrom und ist deshalb immer eisfrei. Eine Seilbahn bringt dich auf den Berg, der eine atemberaubende Aussicht bietet. Im Nordland Røde Kors Krigsminnemuseum wird an die Zerstörung der Stadt durch die Nazis im Zweiten Weltkrieg erinnert. Zwei Stunden auf der Ofotbahn zeigen die imposante Natur zwischen Fjorden und arktischen Landschaften.

Weit im Norden liegt die große Universitätsstadt Tromso malerisch am Tromsoysund, über den eine Brücke mit märchenhaften Panoramen führt. Die Stadt besitzt die nördlichste Kathedrale der Welt. Von Mai bis Juli geht die Sonne nicht ganz unter, im Dezember bis Mitte Januar geht die Sonne nicht auf. Das Erlebniszentrum Polaria mit Aquarium und das Polarmuseum berichten über die Polarzone und historische Expeditionen dorthin. Das Tromsø Museum zeigt die Kultur der Samen, die die nördlichen Landstriche bevölkern. Am Stadtrand ist die markante Eismeerkirche aus dem Jahre 1965 zu sehen. In der Nordmeerstadt gibt es besonders kunstvolle heimische Gläser, die dem Licht des Nordens angepasst sind, zu kaufen.

Auf der Fahrt zum Nordkap wird Alta passiert, in der 2500 bis 6500 Jahre alte Felszeichnungen im Alta Museum am Altafjord präsentiert werden. Sie gehören zum UNESCO Weltkulturerbe. Über Hammerfest mit seinem Eisbärenmuseum führt die Fahrt an das Nordkap. Manche Touren führen weiter nach Spitzbergen oder Nordostnorwegen bei der russischen Grenze.